Symmetrie
Beidseitig gleichmäßige Umfangsvermehrung an Hüften, Ober- und Unterschenkeln und/oder Oberarmen. Hände und Füße bleiben ausgespart – ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zum Lymphödem.
Das Lipödem ist keine Frage von Disziplin und keine Formsache. Es ist eine krankhafte Fettverteilungsstörung mit Druckschmerz, Hämatomneigung und Schweregefühl – diätresistent und häufig fortschreitend. Wir behandeln es als das, was es ist: eine chronische Erkrankung mit klarer Diagnostik, konservativer Basistherapie und – wenn indiziert – lymphbahnschonender Liposuktion.

Weil das Krankheitsbild komplex ist, haben wir die Inhalte getrennt aufgearbeitet – von der Diagnose bis zur Frage der Kostenübernahme.
Leitsymptome, Typ I–V, Stadien I–IV und die Abgrenzung zu Lymphödem und Adipositas.
AnsehenWAL und VAL, Etappenplanung, Ablauf, Nachsorge und ergänzende Hautstraffung.
AnsehenPrivatleistung nach GOÄ, Selbstzahlung, Kostenplan – und was die GKV-Regelung seit 2025 bedeutet.
AnsehenKompression und Entstauung – kurz erklärt als begleitende Basis vor und nach der Operation.
AnsehenVermehrung und Vergrößerung der Fettzellen, verdicktes Bindegewebe und eine gestörte Architektur der kleinsten Blutgefäße: Diese werden fragil, reißen leicht und lassen Flüssigkeit ins Gewebe austreten.
Betroffen sind praktisch ausschließlich Frauen. Die Erkrankung beginnt häufig nach der Pubertät, einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Hormonelle Veränderungen gelten als Auslöser, die genaue Ursache ist nicht geklärt; genetische Faktoren und entzündliche Prozesse spielen mit.
Der Verlauf ist grundsätzlich fortschreitend, aber nicht vorhersagbar – eine Stagnation im Anfangsstadium kommt durchaus vor. Eine Heilung gibt es nicht. Realistisches Ziel ist die dauerhafte Reduktion der Beschwerden.
Beidseitig gleichmäßige Umfangsvermehrung an Hüften, Ober- und Unterschenkeln und/oder Oberarmen. Hände und Füße bleiben ausgespart – ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zum Lymphödem.
Deutliches Missverhältnis zwischen schlankem Körperstamm und verdickten Extremitäten. Eine Gewichtsabnahme reduziert den Umfang der betroffenen Areale kaum.
Spontane Schmerzen ohne erkennbaren Auslöser, ausgeprägte Druck- und Berührungsschmerzhaftigkeit, über den Tag zunehmend.
Blaue Flecken ohne adäquates Trauma – Folge der gestörten Architektur und erhöhten Fragilität der kleinsten Blutgefäße.
Zunehmende Ödemneigung im Tagesverlauf, besonders bei langem Stehen, Sitzen, Wärme und im Zyklusverlauf.
Tastbare murmel- bis knotenartige Verdickungen im Unterhautfettgewebe, mit fortschreitendem Stadium gröber und derber.
Die saubere Abgrenzung entscheidet über die richtige Therapie – und darüber, ob eine Operation überhaupt sinnvoll ist.
Meist einseitig, Zehen und Fußrücken mitbetroffen, positives Stemmer-Zeichen, im Verlauf Fibrosierung. Schmerz ist nicht das Leitsymptom. Ein Lipödem kann sekundär in ein Lipolymphödem übergehen.
Gleichmäßige Fettverteilung inklusive Stamm, keine Druckschmerzhaftigkeit, keine Hämatomneigung, gutes Ansprechen auf Gewichtsreduktion. Adipositas und Lipödem treten häufig gemeinsam auf und müssen getrennt behandelt werden.
Venös bedingte Schwellung, oft mit Hautverfärbung, Varikosis oder Ulzeration. Vor jeder Liposuktion klären wir den venösen Status ab.
Kardiale, renale, hepatische oder medikamentös bedingte Ödeme sowie endokrine Erkrankungen sollten internistisch abgeklärt sein, bevor operiert wird.
Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Verdacht auf ein Lipödem ist eine persönliche Untersuchung notwendig.
Seit dem 1. Januar 2025 ist die Liposuktion beim Lipödem in allen Stadien I bis III grundsätzlich eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung – befristet und an Voraussetzungen gebunden. Unsere Praxis ist jedoch eine Privatpraxis und rechnet nicht mit gesetzlichen Kassen ab: Die von uns eingesetzten Verfahren (VAL, WAL, Anästhesie, Übernachtung, Nachsorge) sind mit den GKV-Sätzen nicht abbildbar. Bei uns erfolgt die Behandlung als Privat- oder Selbstzahlerleistung nach GOÄ.
Bringen Sie vorhandene Befunde, Verordnungen für Kompression und Lymphdrainage sowie Ihre Therapieberichte mit. Beratungen sind auch per Video möglich.